Alexander Schuon, Geschäftsführer der Alfred Schuon Group, machte in seinem Vortrag deutlich, dass die Energiewende mit einer modernen und resilienten Logistik Hand in Hand geht.

Bild: Alfred Schuon Group

Batterielösungen aus der Praxis

05.08.2026

Wie eng die Energiewende mit einer modernen und resilienten Logistik verwoben ist, zeigte die Alfred Schuon Group in ihrem Logistikcenter in Wildberg-Sulz am Eck. Fazit: Durch Re-Use, Upcycling und Recycling lassen sich wertvolle Rohstoffe mehrfach nutzen und so Ressourcen schonen.

„Die Transformation hin zu einer nachhaltigen Energie- und Mobilitätswirtschaft kann nur gelingen, wenn wir Batterien und Energiespeicher über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg zirkulär denken“, betont Alexander Schuon, Geschäftsführer der Alfred Schuon Group. Das Speditions- und Logistikunternehmen hatte in ihr Logistikcenter nach Wildberg-Sulz am Eck in Baden-Württemberg geladen. 35 Fachbesucher folgten der Einladung zum "Batterie-Tag". Fazit des Tages: Durch Re-Use, Upcycling und Recycling lassen sich wertvolle Rohstoffe mehrfach nutzen und so Ressourcen schonen. Zudem machte der Batterie-Tag deutlich, dass hierfür ein enger Austausch und eine gute Zusammenarbeit aller Beteiligten entlang des Batterie-Lebenszyklus entscheidend sind.

Intelligente Prüfungen und der digitale Puls der Batterie

In ihrem Beitrag „Der digitale Puls der Batterie“ beleuchtete Sphere Energy, wie Datenanalyse und KI-gestützte Diagnoseverfahren die Performance, Qualität und Alterungsmechanismen von Batteriezellen messen können. Solche automatisierten Prüfungen minimieren Entwicklungszeiten und schaffen die verlässliche Datenbasis, die für eine spätere Weiterverwendung notwendig ist. Spheres BATMON (BATtery MONitoring) Technologie ermöglicht die vollautomatisierte Remote-Überwachung von eingelagerten Batteriespeichern. Die digitale Überwachung schlägt Alarm, falls sich der Zustand einer Batterie kritisch verändert. Somit werden manueller Aufwand und Kosten im Handling spürbar reduziert und zugleich Qualität und Sicherheit gewährleistet.

Nachhaltige Nutzung: Das zweite Leben und Kreislaufwirtschaft

Den Übergang zum praktischen Lifecycle-Management gestaltete die TechProtect GmbH mit ihrem Vortrag zu „2nd Life und Kreislaufwirtschaft“. Das Unternehmen zeigte praxiserprobte Lösungen auf, wie ausgediente Altbatterien, die für den dynamischen Einsatz nicht mehr optimal geeignet sind, durch Wiederaufbereitung einer nachhaltigen Zweitnutzung zugeführt werden können. Gemeinsam mit ihrer Schwesterfirma 1cc GmbH bietet TechProtect einen ganzheitlichen Ansatz, der operative Kreislaufwirtschaft mit der Beratung zu regulatorischen Anforderungen und EPR-Compliance verbindet.

Automatisierte Demontage für industrielle Skalierung

Industrielle Skalierung präsentierte die R3 Robotics GmbH (ehemals Circu Li-Ion). Unter dem Titel „Automatisierte Demontage“ stellte das Robotik-Start-up seine Technologie vor: Durch den Einsatz hochmoderner Computer Vision und intelligenter Robotersysteme gelingt es, die bislang aufwendige und manuelle Zerlegung von Batteriepacks und Fahrzeugkomponenten automatisiert zu vollziehen. „Um eine Kreislaufwirtschaft für Elektroauto-Batterien wirtschaftlich zu skalieren, führt kein Weg an der Automatisierung vorbei“, erklärte Jan Molz von R3 Robotics auf dem Event.

Wie eng die Energiewende mit einer modernen und resilienten Logistik verwoben ist, zeigte Schuon in einem eröffnenden Beitrag, der die Wichtigkeit des Themas noch einmal unterstrich. Mit dem Batterie-Tag schlägt das Haiterbacher Familienunternehmen eine Brücke zwischen innovativer Technologie und logistischer Umsetzung. „Die große Resonanz der Branche zeigt, dass wir mit diesem Batterie-Tag einen Nerv getroffen haben“, so Schuon.

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