Auszeichnung zum TOP-Innovator 2026: Jan Osterkamp, Teamlead Software Development bei Greenflash, TOP 100-Mentor Christian Wulff und Niklas Bärk, CTO bei Greenflash (von links nach rechts).

Bild: KD Busch / compamedia

TOP-Innovator 2026: Greenflash

16.07.2026

In der Wertungsklasse der Unternehmen mit 51 bis 200 Mitarbeitenden konnten sich die Essener Energiespezialisten die Spitzenposition sichern.

Greenflash ist TOP-Innovator 2026. In der Wertungsklasse der Unternehmen mit 51 bis 200 Mitarbeitenden konnten sich die Essener Energiespezialisten die Spitzenposition sichern. Bereits im Februar 2026 hatte das Unternehmen das TOP-100-Siegel erhalten. Grundlage dafür ist ein Auswahlverfahren mit mehr als 100 Prüfkriterien unter der wissenschaftlichen Leitung des Innovationsforschers Nikolaus Franke und seinem Team an der Wirtschaftsuniversität Wien.

Intelligentes Energiesystem reduziert industrielle Energiekosten

2020 gegründet, entwickelt und realisiert Greenflash ganzheitliche Energiesysteme für Industriekunden, bestehend aus Photovoltaik, Batteriespeichern, Ladeinfrastruktur und einer KI-basierten Steuerungsplattform. Gleichzeitig tritt Greenflash als Energieversorger auf und verbindet die Energiesysteme seiner Kunden wirtschaftlich mit dem Strommarkt. Im Zentrum steht dabei die Software „Greencore AI“. Die Plattform koordiniert Erzeuger, Speicher, Verbraucher und Ladeinfrastruktur. Damit entstehen aus bislang voneinander getrennten Komponenten vernetzte Energiesysteme, die auf Strompreise, Lastgänge und verfügbare Energie in Echtzeit reagieren können und dem Industrieunternehmen auf diese Weise Kosteneinsparungen von bis zu 70 Prozent ermöglichen.

„Die Energiewende verlangt von uns ein radikal neues Denken“, betont Greenflash-Gründer und Geschäftsführer Johann Böker. „Auch wer selbst Energie erzeugt, muss seinen Reststrombedarf decken. Bislang standen Versorger dazwischen, die fixe Preise diktiert haben. Wir sorgen dafür, dass unsere Kunden von den Schwankungen des Strompreises an der Strombörse maximal profitieren können.“

Offene Unternehmenskultur, an der alle teilhaben

Die technologischen Entwicklungen bei Greenflash sind laut Böker eng mit der Unternehmenskultur verknüpft. So setze das Unternehmen auf offene Innovationsprozesse, Mitarbeitende aus allen Bereichen können Ideen und Verbesserungsvorschläge einbringen. Eine KI-gestützte Vorauswahl strukturiere die Vorschläge, anschließend bewertet die interne Abteilung Growth & Innovation die Projekte. Rund 200 Initiativen befänden sich derzeit parallel in Bearbeitung. Die Inhalte seien für alle Mitarbeitenden transparent einsehbar. „Hinzu kommt ein offener Umgang mit Fehlern und Entscheidungen", erläutert Böker weiter. In regelmäßigen All-Hands-Meetings würden Probleme und Fehlentwicklungen analysiert. Der Fokus liege dabei auf der Frage, wie sich Prozesse und Systeme verbessern lassen. „Gerade in einem Marktumfeld, das sich technologisch und regulatorisch permanent verändert, wird diese Geschwindigkeit zu einem entscheidenden Faktor", sagt Böker.

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