Die Carl-Legien-Siedlung ist Teil von sechs Berliner Siedlungen aus den 1920er Jahren auf der UNESCO-Welterbeliste.

Bild: Vonovia/Offenblende

Energiewende im denkmalgeschützten Quartier

26.03.2026

UNESCO-Welterbesiedlung Wohnstadt Carl Legien: Die Integration von Photovoltaik unterstreicht den Anspruch, dieses Erbe zukunftsfähig weiterzuentwickeln.

In der UNESCO-Welterbesiedlung Wohnstadt Carl Legien wird besonders deutlich, wie Denkmalschutz und Energiewende positiv zusammenwirken können. Die von Bruno Taut entworfene Anlage gilt als herausragendes Beispiel des Neuen Bauens und verbindet bis heute städtische Dichte mit Licht, Luft und begrünten Höfen. Die Integration von Photovoltaik unterstreicht den Anspruch, dieses Erbe zukunftsfähig weiterzuentwickeln.

Die Umsetzung erfolgt in enger Abstimmung mit den Denkmalbehörden. Die Denkmalpflege begleitet entsprechende Vorhaben aktiv und unterstützt Eigentümerinnen und Eigentümer dabei, geeignete und denkmalverträgliche Lösungen zu entwickeln. Grundlage ist unter anderem der Berliner Solarleitfaden, der praxisnah Wege für denkmalverträgliche Photovoltaik aufzeigt und bereits zahlreiche Projekte ermöglicht hat.

„Die Denkmalbehörden des Landes Berlin verstehen es als ihre Aufgabe, aktiv an der Energiewende mitzuwirken und die Nutzung von Solarenergie auch auf Denkmalen zu ermöglichen. Die Integration von Photovoltaik in denkmalgeschützte Gebäude ist in vielen Fällen gut möglich. Entscheidend ist eine sorgfältige Planung, die sowohl die architektonischen Qualitäten bewahrt als auch einen Beitrag zum Klimaschutz leistet“, sagt Landeskonservator Dr. Christoph Rauhut.

Großflächiger Ausbau der Solarenergie in Berlin

„Die Wohnstadt Carl Legien ist eine von vier UNESCO-Siedlungen, für die wir in Berlin verantwortlich sind. Wir sind glücklich und stolz, dass wir an diesem besonderen Ort in enger Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt eine PV-Anlage umsetzen können“, erklärt Sebastian Krüger, Leiter Geschäftsbereich Ost bei Vonovia.

Gemeinsam mit ihrem Team und Partnerfirmen sorgt Julia Ward, Leiterin Photovoltaik Team Ost bei Vonovia, in der Wohnstadt für die Installation von 5.600 Photovoltaikmodulen mit einer Gesamtfläche von rund 11.200 Quadratmetern – das entspricht 1,5 Fußballfeldern. 2,6 Megawatt (MW) Leistung sorgen für rund 1.000 Tonnen weniger CO2-Ausstoß pro Jahr.

Seit 2023 haben Vonovia und die Deutsche Wohnen in Berlin Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von über 37 MW installiert – 91.000 Module mit einer Gesamtfläche von 25 Fußballfeldern. Zusammen können diese Anlagen Solarstrom für die Vollversorgung von mehr als 13.000 Zwei-Personen-Haushalten erzeugen, und die Gebäude stoßen 13.500 Tonnen CO2 weniger im Jahr aus als vorher.

2026 baut Vonovia in Berlin weitere Solaranlagen mit einer Leistung von 24 MW und einer Fläche von 15 Fußballfeldern. Dadurch können zusätzlich mehr als 8.000 Zwei-Personen-Haushalte mit Sonnenenergie versorgt und 8.500 Tonnen CO2 eingespart werden. Bereits heute hat Vonovia 25 Prozent der eigenen Dächer in Berlin mit Photovoltaikanlagen bestückt. Bis Ende 2027 folgen weitere 10 bis 15 Prozent.

Möglich wird dieser weitere Ausbauschritt auch durch erleichterte rechtliche Rahmenbedingungen: Photovoltaikanlagen können in Berlin inzwischen grundsätzlich auch auf Hochhäusern genehmigungsfrei installiert werden.

„Unter den Berliner Wohnungsunternehmen sind wir der mit Abstand größte Photovoltaik-Installateur. Unsere PV-Aktivitäten, auch im UNESCO-Welterbe, sind ein wichtiger Baustein, damit wir unseren Klimapfad erfolgreich gehen können“, ergänzt Krüger.

Vonovia baut systematisch Photovoltaik-Anlagen auf alle geeigneten Gebäude – bis zu 700 MWp, das entspricht mehreren Großkraftwerken. So können Mieterinnen und Mieter grünen Strom vom eigenen Dach nutzen. Das Programm hat viele Vorteile: Die Mieter:innen können an der Energiewende teilhaben, die Quartiere werden durch eine dezentrale und CO2-freie Energieversorgung gestärkt, und Vonovia kommt auf dem Klimapfad voran mit dem Ziel, bis 2045 fast keine Treibhausgase mehr zu emittieren. Perspektivisch will Vonovia alle Anlagen im Mieterstrom-Modell betreiben.

Über Vonovia

Vonovia bietet rund einer Million Menschen in Deutschland ein Zuhause. Das Wohnungsunternehmen steht mitten in der Gesellschaft, deshalb haben die Aktivitäten von Vonovia niemals nur eine wirtschaftliche, sondern immer auch eine gesellschaftliche Perspektive. Vonovia beteiligt sich daran, Antworten auf die aktuellen Herausforderungen auf dem Wohnungsmarkt zu finden. Das Unternehmen setzt sich ein für mehr Klimaschutz, mehr altersgerechte Wohnungen und für ein gutes Zusammenleben in den Quartieren. In Kooperation mit sozialen Trägern und den Bezirken unterstützt Vonovia soziale und kulturelle Projekte, die das nachbarliche Gemeinschaftsleben bereichern. Zudem beteiligt sich Vonovia an der im Moment besonders wichtigen gesellschaftlichen Aufgabe: dem Bau neuer Wohnungen.

Im Mittelpunkt des Handelns stehen die Kunden und ihre Bedürfnisse. Vor Ort kümmern sich Objektbetreuer und eigene Handwerker um die Anliegen der Mieter. Diese Kundennähe sichert einen schnellen und zuverlässigen Service. Zudem investiert Vonovia großzügig in die Instandhaltung der Gebäude und entwickelt wohnungsnahe Dienstleistungen für mehr Lebensqualität. Für Fragen im Zusammenhang mit Mietverträgen und Nebenkostenabrechnungen ist der zentrale Kundenservice über eine regionale Telefonnummer, per Fax, App oder postalisch erreichbar.

Vonovia beschäftigt rund 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Vorstandsvorsitzender ist Rolf Buch.

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