Energie ist ein Schlüsselthema, das Unternehmen branchenübergreifend noch lange beschäftigen wird. Das gilt auch für den Logistik- und Industrieimmobilienmarkt. Für Projektentwickler bedeutet das: Herausragende Lagen und attraktive Gebäude reichen heute nicht mehr aus, um (potenzielle) Mieter von einem Flächenangebot zu überzeugen. Vielmehr gilt es, ihnen im Rahmen eines Ansiedlungsvorhabens eine zuverlässige Energieversorgung zur Verfügung zu stellen und sie darüber hinaus bei ihrem Nachhaltigkeitskurs zu unterstützen. Idealerweise greifen beide Komponenten ineinander, sodass Mieter von einer stabilen und klimaschonenden Strom- und Wärmeversorgung profitieren, um wirtschaftliche und ökologische Aspekte miteinander zu kombinieren.
Kostendruck, Resilienz und Klimaschutz fordern innovative Lösungen
Unternehmen aus den Bereichen Industrie, Produktion und Logistik stehen gleichermaßen vor der Herausforderung, für ihre oftmals energieintensiven Applikationen eine Stromversorgung zu sichern, die für einen störungs- und unterbrechungsfreien Betrieb sorgt. Roboter, Flurförderzeuge und Förderanlagen sowie die hochkomplexen IT-Anwendungen sollen möglichst nicht in ihren Abläufen und Prozessen gestört werden, um kostspielige Produktions- und Lieferstörungen zu vermeiden, die darüber hinaus auch die Unternehmensreputation in Mitleidenschaft ziehen. Gleichzeitig müssen Hersteller und Dienstleister auf ihre Kosten achten – angesichts der in den letzten Jahren steigenden Energiekosten eine enorme Herausforderung.
Hinzu kommen die steigenden gesetzlichen wie gesellschaftspolitischen Anforderungen zu mehr Nachhaltigkeit für einen effektiven Klima- und Umweltschutz. Die ESG-Kriterien sowie die Kriterien der EU-Taxonomie sind dafür wesentliche Treiber. Sowohl Mieter als auch Kommunen erwarten heute mit wachsender Selbstverständlichkeit, dass Entwickler bei der Realisierung von Immobilienvorhaben Nachhaltigkeit von Beginn an mitdenken. Einer „grünen“ Energieversorgung aus fossilfreien Quellen kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, damit Nutzer ihren CO2-Fußabdruck wirksam reduzieren können.
Ganzheitlicher Ansatz
Um diese Anforderungen in puncto Zuverlässigkeit und Resilienz, Kosteneffizienz und Ökologie einhalten zu können, sind innovative Lösungen und Konzepte gefragt. CTP zielt mit seiner Nachhaltigkeitsstrategie auf einen ganzheitlichen Ansatz, diese Aspekte miteinander zu vereinen und für seine Mieter Mehrwerte zu schaffen. Im Fokus stehen die Eckpfeiler:
• Revitalisierung: Fläche ist nicht nur eine begrenzte, sondern auch essenzielle Ressource zum Schutz von Klima- und Umwelt. Deshalb setzt CTP den Fokus auf die Revitalisierung von Brownfields, um die Flächenversieglung zu reduzieren. Bestenfalls können bei diesen Projekten sogar Teile von Bestandsgebäuden erhalten oder bei der Neuentwicklung (wieder-)verwendet werden.
• Zertifizierung: Bei jeder Neuentwicklung strebt CTP mindestens eine BREEAM-Zertifizierung der Note „sehr gut“ und/oder eine DGNB-Zertifizierung der Mindeststufe „Gold“ an. Dies sorgt für Transparenz und Überprüfbarkeit der entwicklerseitig realisierten Maßnahmen und Konzepte.
• Wasser: Zum Schutz der Umwelt sowie im Rahmen eines schonenden Umgangs mit wertvollen Ressourcen setzt CTP auf wassersparende Vorrichtungen, darunter die Wiederverwendung von Grauwasser, das Auffangen von Regenwasser und Abfluss sowie Leckagen-Erkennung.
• Artenvielfalt: Investition in eine biodiverse Landschaftsgestaltung durch den Erhalt oder die Schaffung natürlicher Grünflächen sowie die Errichtung von Insektenhotels, Vogelhäusern und Bienenstöcke.
Energieversorgung ist wesentliche Stellschraube
Eine weitere, wesentliche Stellschraube für jede effektive Nachhaltigkeitsstrategie ist die fossilfreie Energieversorgung, zusammen mit Maßnahmen für einen sparsamen Stromverbrauch mit dem Ziel eines geringeren Ausstoßes von CO2-Emissionen. Hierzu verfolgt CTP das Ziel, seine Standorte in den kommenden Jahren zu 100 Prozent mit Grünstrom zu versorgen und damit seinen Mietern einen vollständig CO2-neutralen Betrieb ihrer Flächen zu ermöglichen. Dazu setzt das Unternehmen auf Technologieoffenheit und verwendet Systeme und Anwendungen flexibel, um mehr Effizienz zu erreichen. Zu den eingesetzten Lösungen zählen neben einer State-the-Art-Isolierung Wärmepumpen, Infrarotstrahler, aber vor allem auch Photovoltaik-Anlagen.
Bei der Nutzung von Solarenergie empfiehlt sich oft auch der kombinierte Einsatz mit einem Batteriespeicher. Letzterer sorgt dafür, dass die durch PV-Anlagen gewonnene Energie gespeichert und auch dann abgegeben werden kann, wenn keine Sonne scheint – gerade bei 24/7-Betrieben, die auch nachts energieintensive Prozesse betreiben, ist dies ein Vorteil. Ebenfalls bietet CTP intelligente Lastspitzenmanagementsysteme. Diese Systeme zur Glättung von Peaks im Stromverbrauch helfen nicht nur dabei, den Verbrauch zu reduzieren, sondern konkret Kosten zu sparen. Der Grund: Viele Stromtarife beruhen auf Leistungspreisen, die sich nach der höchsten in einem Abrechnungszeitraum bezogenen elektrischen Leistung richten, wobei nicht nur die Menge an Strom, sondern auch die höchste kurzfristige Leistung in einem bestimmten zeitlichen Rahmen berücksichtigt wird. Werden die Energiespitzen vermieden, sinken dementsprechend die Kosten.
Innovative Energiepartnerschaft
Ein weiterer wichtiger Bestandteil bei der Nutzung von Grünstrom ist die Energiepartnerschaft von CTP mit node.energy. Mithilfe der Partnerschaft kann CTP seine Liegenschaften mit Strom aus nachhaltigen Energiequellen versorgen, wenn der Verbrauch höher ist, als durch die Aufdach-PV-Anlage gedeckt werden kann. Node.energy hilft dabei, den passenden Energielieferanten aus einem dezentralen Energiemarkt zu finden, und verbindet dazu Verbraucher und rund 14.000 zertifizierte Anlagen zur Generierung von CO2-neutraler Energie mittels direkter PPAs (Power Purchase Agreements). Auf dieser Grundlage ergänzt beispielsweise der Windstromerzeuger Windpark.eu die Versorgung von CTP-Liegenschaften mit fossilfreier Energie aus zertifizierter Quelle.
In Kombination sorgen die getroffenen Maßnahmen dafür, dass CTP schon heute in der Lage ist, für seine Immobiliennutzer Leistungspreise und Netzumlagen zu senken und damit Industrie- und Logistikflächen zu noch attraktiveren Konditionen anzubieten. Hinzu kommt, dass Mieter ihren gesamten Energiebedarf über CTP als Energievollversorger beziehen können und dabei nicht nur von Leistungen aus einer Hand profitieren, sondern auch von stabilen Grünstrompreisen.
Unterstützung auf dem Weg zur Mobilitätswende
Wer Konzepte für eine moderne Energieversorgung bei Logistik- und Industrieimmobilien entwickelt, kommt kaum (noch) an Maßnahmen zur Förderung der E-Mobilität vorbei. Auch CTP unterstützt Mieter und potenzielle Nutzer bei der Umstellung auf elektrisch betriebene Pkw und Lkw. Geplant ist dafür, Liegenschaften zukünftig mit einer modernen Ladeinfrastruktur für Fahrzeuge auszustatten – mit leistungsfähigen Hyperchargern für Kleinwagen sowie große Trucks mit dem Ziel, diese in nur wenigen Minuten aufzuladen. Wesentlich dafür ist, dass die Fahrzeuge zu 100 Prozent mit Strom aus fossilfreien Energiequellen geladen werden. Angestrebt wird darüber hinaus, die Ladeprozesse unter den marktüblichen Kosten anbieten zu können, um auch in diesem Bereich finanzielle Anreize zu schaffen und die Mobilitätswende für Immobiliennutzer zu erleichtern.
Fazit
Energie ist ein zentraler Erfolgsfaktor für Industrie- und Logistikimmobilien – jetzt sowie in der Zukunft. CTP verbindet fossilfreie Energieversorgung mit innovativen Technologien und Strategien, um Versorgungssicherheit, Kosteneffizienz und Klimaschutz zu gewährleisten. So schafft der Entwickler nicht nur wirtschaftliche Vorteile, sondern unterstützt seine Mieter aktiv bei der Reduktion ihres CO₂-Fußabdrucks. Bestenfalls profitieren diese auch finanziell und können auf diese Weise Ökologie und Ökonomie intelligent kombinieren.