ZERO Quick Talk mit Thorsten Gutmann @ IAA Transportation 2026
Tim-Oliver Frische, ZERO-Chefredakteur im ZERO Quick Talk mit Thorsten Gutmann, Business Development bei KRAVAG Truck Parking auf der IAA Transportation 2026 in Hannover.

Bild: (c)DVV

IAA Transportation 2026: KRAVAG Truck Charging und günstiges Laden auf Speditionshöfen

23.09.2026

Der Hochlauf elektrischer Lkw scheitert nicht nur an der Zahl der verfügbaren Ladepunkte, sondern auch an Kosten und fehlender Planbarkeit. Im ZERO Quick Talk auf der IAA Transportation 2026 erklärt ein Vertreter von KRAVAG Truck Charging, wie Speditionen ihre privaten Ladesäulen gemeinsam nutzen und Ladezeiten vorab reservieren können.

Private Ladesäulen als Teil eines gemeinsamen Netzwerks

Viele Speditionen verfügen bereits über eigene Ladeinfrastruktur oder planen deren Aufbau. Während die Ladepunkte im eigenen Depot häufig nicht durchgehend genutzt werden, suchen andere Unternehmen unterwegs nach verfügbaren und bezahlbaren Lademöglichkeiten.KRAVAG Truck Charging setzt an dieser Schnittstelle an: Speditionen können ihre Ladesäulen anderen Unternehmen zur Verfügung stellen und im Gegenzug Ladepunkte auf fremden Betriebshöfen nutzen. Das Konzept erweitert damit die Reichweite privater Ladeinfrastruktur und schafft ein gemeinsames Netzwerk für elektrische Lkw.

Günstiger und besser planbar laden

Ein wesentlicher Vorteil liegt laut Gesprächspartner im Preis. Wer auf dem Betriebshof einer anderen Spedition lädt, kann vom günstigeren Depotstrompreis profitieren, statt auf öffentliche Schnellladepunkte angewiesen zu sein.Hinzu kommt die bessere Planbarkeit. Ladezeiten lassen sich im Voraus reservieren, sodass Fahrer und Disponenten bereits vor Fahrtantritt wissen, wo der nächste Ladestopp stattfindet. Spontane Umwege und die Suche nach freien Ladesäulen sollen dadurch vermieden werden.Auch für Unternehmen, die eigene Ladepunkte anbieten, kann das Modell Vorteile bringen. Nicht benötigte Kapazitäten lassen sich zeitweise für andere Logistiker öffnen. Wer beispielsweise tagsüber Strom aus einer Photovoltaikanlage erzeugt, kann diesen direkt über das Netzwerk zur Verfügung stellen.

Anbindung über Software statt zusätzlicher Hardware

Der Zugang zum Netzwerk erfolgt digital. Unternehmen, die Ladesäulen nutzen möchten, können sich über ein Kontaktformular anmelden und anschließend die digitale Abschlussstrecke durchlaufen. Anbieter eigener Ladepunkte werden zunächst beraten und vor Ort eingebunden.Die Steuerung von Reservierung und Nutzung erfolgt über die Software. Nach Angaben des Gesprächspartners müssen interessierte Unternehmen dafür keine zusätzliche Hardware installieren. Das Konzept knüpft an das bereits seit mehreren Jahren bestehende Netzwerk von KRAVAG Truck Parking an, über das Speditionen Parkflächen gemeinsam nutzen.

Wie KRAVAG Truck Charging private Ladeinfrastruktur für den elektrischen Straßengüterverkehr nutzbar machen will und warum reservierbare Ladepunkte für Speditionen entscheidend sind, erläutert der Gesprächspartner im vollständigen ZERO Quick Talk von der IAA Transportation 2026.

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