ZERO Quick Talk mit Dr. Sara Schiffer und Markus Stumpp @ IAA Transportation 2026
Tim-Oliver Frische, ZERO-Chefredakteur im ZERO Quick Talk mit Dr. Sara Schiffer, CEO und Markus Stumpp, COO von hylane auf der IAA Transportation 2026 in Hannover.

Bild: (c)DVV

IAA Transportation 2026: hylane setzt auf Wasserstoff und Batterie

30.09.2026

Für die Dekarbonisierung des schweren Straßengüterverkehrs wird es aus Sicht von hylane mehr als eine Antriebstechnologie brauchen. Im ZERO Quick Talk auf der IAA Transportation 2026 erläutern Dr. Sara Schiffer und ihr Kollege, warum das Unternehmen sowohl Wasserstoff- als auch batterieelektrische Lkw in sein Angebot aufgenommen hat.

Technologieoffenheit für unterschiedliche Einsatzprofile

Für hylane war es zunächst wichtig, emissionsfreie Fahrzeuge in den Straßengüterverkehr zu bringen. Der Einstieg erfolgte mit Wasserstoff-Lkw. Ausschlaggebend waren unter anderem Gespräche mit Flottenbetreibern, die auf begrenzte Stromnetzkapazitäten in vielen Regionen hingewiesen hatten. Dadurch ist der Einsatz batterieelektrischer Lkw für manche Unternehmen derzeit noch nicht möglich.Inzwischen hat hylane auch Batterie-Lkw in das Portfolio aufgenommen. Nach Einschätzung des Unternehmens wird die Nachfrage dabei vor allem durch die Wirtschaftlichkeit der Fahrzeuge getrieben. Ziel ist es, für unterschiedliche Anwender und Einsatzbedingungen die passende Lösung zu finden.

Die Infrastruktur gibt den Ausschlag

Welche Technologie geeignet ist, hängt laut hylane stark von der verfügbaren Infrastruktur ab. Eine pauschale Aufteilung – Wasserstoff für lange Strecken und schwere Lasten, Batterie für den regionalen Verteilerverkehr – greife zu kurz.Wenn ein Unternehmen über geeignete Lademöglichkeiten am Depot verfügt, kann ein batterieelektrischer Lkw die passende Option sein. Fehlen diese Möglichkeiten, kann ein Wasserstoff-Lkw sinnvoller sein. Umgekehrt gilt: Ist auf einer Route keine Wasserstofftankstelle verfügbar, kann der batterieelektrische Antrieb Vorteile bieten.Neben der Infrastruktur spielen auch die konkreten Anforderungen des Einsatzes eine Rolle. Bei hoher Auslastung können die kurzen Betankungszeiten von Wasserstoff-Lkw entscheidend sein. Batterieelektrische Fahrzeuge eignen sich insbesondere für Unternehmen, die ihre Fahrzeuge zuverlässig am eigenen Depot laden können. Entscheidend sei deshalb der individuelle Flottenmix.

Beide Konzepte funktionieren in der Praxis

eim Kundenfeedback zeigen sich laut hylane unterschiedliche Stärken. Wasserstofffahrzeuge bieten bei vorhandener Infrastruktur schnelle Betankungszeiten und robuste Reichweiten. Diese seien nach Angaben des Unternehmens im Winter und im Sommer nahezu gleich.Bei batterieelektrischen Lkw sei die Infrastruktur vielerorts einfacher zugänglich, da Strom grundsätzlich breiter verfügbar ist. Allerdings entsprechen vorhandene Ladesäulen nicht immer den Anforderungen schwerer Nutzfahrzeuge. Beide Antriebskonzepte funktionieren nach Einschätzung von hylane technologisch bereits gut.Nach dem Einstieg von Palladio als neuem Investor will das Unternehmen auf Kundenseite weiter wachsen. Auf der IAA Transportation beobachtet hylane ein starkes Momentum für emissionsfreie Antriebe.

Wie der passende Antrieb für unterschiedliche Flottenprofile bestimmt werden kann, erläutern Dr. Sara Schiffer und ihr Kollege im vollständigen ZERO Quick Talk.

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